Covid-19-Härtefallhilfe für Unternehmen Factsheet


Allgemeine Voraussetzungen und Informationen


Antworten zu den allgemeinen Voraussetzungen und weitere Informationen über die Härtefällemassnahmen finden Sie im Internet im Helpcenter von easygov.ch oder unter www.seco.admin.ch → Arbeit → Neues Coronavirus → Härtefallmassnahmen → Fragen und Antworten


Berechtigte Unternehmen


Unternehmen mit Sitz in Graubünden (Stichtag 1. Oktober 2020) und einem jährlichen Mindestumsatz von Fr. 50 000.– können ein Gesuch um nicht rückzahlbare Beiträge stellen, wenn es vor dem 1. März 2020 gegründet oder im Handelsregister eingetragen wurde.


Alle Unternehmen, unabhängig von Branche und Rechtsform, die eine UID-Nummer haben, deren Lohnkosten zu min. 50 % in der Schweiz anfallen, sich am 15. März 2020 nicht in einem Betreibungsverfahren betreffend Sozialversicherungsbeiträge befunden haben und sich zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung nicht in Konkurs oder Liquidation befinden.


Das Unternehmen hat im Jahr 2020 oder in der gewählten Periode 2020/2021 einen Umsatzverlust von über 40 % im Vergleich zu den durchschnittlichen Vorjahresumsätzen erlitten.


Unternehmen, die auf behördliche Anordnung hin ab dem 1. November 2020 für mindestens 40 Tage schliessen mussten, müssen bloss einen Umsatzverlust von 15 % nachweisen. Sie sind auch davon befreit, Massnahmen zum Schutz ihrer Liquidität und ihrer Kapitalbasis zu ergreifen.


Die Höhe des Unterstützungsbeitrag orientiert sich an der wirtschaftlichen Einbusse des Unternehmens (dies ist grundsätzlich der Fixkostenanteil des Umsatzverlustes) und ist auf maximal 20 % der durchschnittlichen Vorjahresumsätze und maximal
Fr. 750 000.-
pro Unternehmen beschränkt. Ausnahmen für einen Unterstützungsbeitrag bis Fr. 1,5 Mio. müssen mit dem Kanton unter speziellen Bedingungen vereinbart werden.


Unternehmen, die klar abgegrenzt Tätigkeitsbereiche aufweisen und dafür eine Spartenrechnung führen, können beantragen, dass gewisse Kriterien separat für die betroffene Sparte beurteilt werden (s. dazu nächster Abschnitt).


Unternehmen mit verschiedenen Tätigkeitsbereichen (Mischbetriebe) Spartenrechnung


Als Mischbetriebe gelten Unternehmen, welche ihren Umsatz in zwei oder mehr Tätigkeisbereichen oder Geschäftssparten erwirtschaften und diese Tätigkeitsbereiche mittels Spartenrechnung abgegrenzt haben.

Mischbetriebe gelten als behördlich geschlossen, wenn der Bereich, in dem sie mehr als 80 % ihres Umsatzes erzielen, geschlossen wurde. Diese Betriebe müssen damit keinen Umsatzverlust von 40 % nachweisen.


Mischbetriebe, die nur teilweise behördlich geschlossen geschlossen sind (über 20 % des Geschäftsbereichs ist geöffnet) müssen einen Umsatzverlust von 40 % nachweisen. Gelingt dies nicht, können sie eine Spartenrechnung einreichen.


Mischbetriebe die einen Umsatzverlust von 40 % nachweisen müssen, dies aber nicht erreichen, können im Gesuch mittels Eingabe einer Spartenrechnung beantragen, dass betreffend den Umsatzverlust von 40 % nicht das ganze Unternehmen, sondern nur die Sparte berücksichtigt wird (Eingabe einer Spartenrechnung).


Nicht berechtigte Unternehmen


Unternehmen, die einen Anspruch auf andere branchenspezifische Covid-19-Finanzhilfen des Bundes in den Bereichen Kultur, Sport, öffentlicher Verkehr oder Medien haben, sind grundsätzlich nicht anspruchsberechtigt.


Unternehmen, die ihren Umsatz nur zu einem unwesentlichen Teil in einem Geschäftszweig in den Bereichen Kultur, Sport, öffentliche Verkehr oder Medien erzielen oder eine Spartenrechnung einreichen, können eine Härtefallunterstützung beantragen.


Wie wird ein Gesuch gestellt?

Auf der Website www.dvs.gr.ch → Härtefallmassnahmen stehen Informationen zum Gesuchsformular bereit.

Das Gesuchsformular ist unterschrieben einzureichen. Die Einreichung erfolgt:

elektronisch (eingescannt) per Upload/Filetransfer oder

elektronisch (eingescannt) per E-Mail an: haertefall@gr.ch oder

per Post an: Departement für Volkswirtschaft und Soziales, Ringstrasse 10, 7001 Chur

Das Unternehmen hat das Gesuchsformular vollständig und wahrheitsgemäss auszufüllen.

Alle benötigten Unterlagen sind dem Gesuch beizulegen. Alle Zusicherungen und Bestätigungen sind abzugeben.

Auf verspätete oder unzureichend begründete Gesuche oder auf solche ohne die erforderlichen Unterlagen, Angaben, Einwilligungen oder Bestätigungen wird nicht eingetreten